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MIB - Meiringen Innertkirchen Bahn
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Schon kurz nach der Jahrhundertwende gab es Pläne der Bernischen Kraftwerke
(BKW), die Wasserkraft im Oberhasli und am Grimsel zur Stromerzeugung zu
nutzen. Dabei war auch eine Schmalspurbahn von Meiringen über Innertkirchen
bis Guttannen vorgesehen. Die 1923 gegründeten Kraftwerke Oberhasli (KWO)
bauten schließlich 1926 für den Transport von Baumaterial und ihrer Arbeiter
eine meterspurige Werksbahn vom Meiringen bis Innertkirchen. Wegen der
geringen Besiedelung des Tales und aus Kostengründen wurde auf eine
Weiterführung der Strecke verzichtet und für die Bauten der Staumauern und
Kraftwerke lediglich ein System von Seilbahnen gebaut.
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Während der ersten Kraftwerksbauten besorgten die von der Rhätischen Bahn
übernommenen Mallet- Dampflokomotiven G 2/2+2/3 23 "Maloja" und 24
"Chiavenna" den Transport.
Schon bald gab es auch einen beschränkten Personenverkehr, vor allem für
die Mitarbeiter der KWO und deren Familien. Dafür wurde 1931 der
Akkumulator-Traktor Ta 2/2 3 mit 12 Sitzplätzen beschafft, der heute noch
bei der ersten deutschen Museumsbahn (DEV) in Bruchhausen-Vilsen vorhanden
ist. Zur Verstärkung wurde 1939 ein etwas größerer Akku-Triebwagen CFa 2/2 4
mit 22 Plätzen und Gepäckabteil bei SIG/SAAS beschafft.
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1946 wurde vom Bundesrat eine Konzession für den öffentlichen Verkehr
erteilt und die Meiringen - Innertkirchen - Bahn gegründet, die sich
allerdings auch heute noch in Besitz der KWO befindet. Für den steigenden
Verkehr wurde sogleich ein zweiter baugleicher CFa 2/2 5 beschafft.
Anfang der 70-er Jahre stand der Ablauf der Konzession bevor und man
überlegte sich auch die Traktionsart zu ändern. Die starren 2-achsigen
Fahrwerke und das hohe Gewicht der Akkumulatoren belasteten den Oberbau zu
stark.
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Ebenso waren die elektrischen Einrichtungen almählich ihrem Lebensende nah.
Als 1976 die Konzession für weitere 50 Jahre erneuert wurde, konnte man den
gesamten Oberbau erneuern und als Ersatz für die veralteten Fahrzeuge
schaffte man bei der Oberrheinischen Eisenbahn-Gesellchaft (OEG) in Mannheim
drei gebrauchte straßenbahnähnliche Triebwagen (63, 65, 68) an, die bei
Fuchs in Heidelberg gebaut wurden. Zwei davon ließ man in den Werkstätten
der Brünigbahn in Meiringen adaptieren, der dritte Wagen diente dabei als
Ersatzteilspender. Um das Abholen von Güterwagen aus dem SBB-Bahnhof
Meiringen zu ermöglichen, erhielten die als Bem 4/4 6 und 7 bezeichneten
Wagen jeweils ein Notstromaggregat mit Benzinmotor (VW).
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Als diese beiden Triebwagen im Laufe der Zeit altersbedingte Probleme
bekamen, konnte man 1988 bis 1996 von der BOB mietweise den ABDeh 4/4 301
(Baujahr 1949) übernehmen.
Im März 1996 erhielt die MIB dann von Stadler/ABB den Be 4/4 8, das erste
fabrikneue Fahrzeug nach 50 Jahren! Von den alten Bem soll Nr. 7 als Reserve
erhalten bleiben und Nr. 6 als Ersatzteilspender dienen
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