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Geschichte

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Der Name Innertkirchen leitet sich von der Bezeichnung "innert dem Kirchet" ab. Er steht zum ersten Mal in einer Akte vom 13. März 1834. Damit verschwindet der alte Name "Hasli im Grund" für den inneren Talboden.

Bis dahin hatten die Bäuertgemeinden Aeppigen, Bottigen, Grund, Wyler-Schattseite und Wyler-Sonnseite die Angelegenheiten der Land-, Forst- und Alpwirtschaft erledigt. In ihrem Gebiet erfüllen diese Bäuertgemeinden auch heute wichtige Aufgaben und haben mit Obmann und Schreiber eine eigene Verwaltungsbehörde.

Das 1946 von der Gemeinde angenommene Wappen ist wie folgt beschrieben:"In rot eine goldene gestürzte Spitze von der Mitte aus, belegt mit einem schwarzen Adler mit goldener Kaiserkrone".

Jahrhundertelang zogen durch unsere Weiler Säumer und Handelsleute der Grimsel zu, seltener nahm man den Weg über den Susten- oder den Jochpass. Einmal im Spätmittelalter während des Rarohnhandels im Herbst 1449, marschierte ein Bernerheer mit eidgenössischem Zug über die Grimsel. Nicht ganz 400 Jahre später, nach dem Zusammenbruch der alten Eidgenossenschaft, im August 1799, überfluteten französische Gruppen das Hasli im Grund, um über die Grimsel und den Susten vorzustossen, wo ihre Gegner im 2. Koalitionskrieg - die Österreicher - ihre Stellungen hatten.

Sonst war dieser Talboden wohl unberührt von lärmigen Zeitereignissen. Erst unser Jahrhundert brachte mit dem Bau der Grimselstrasse von 1891 - 1894 sowie durch die Eröffnung der Sustenstrasse 1946, regen Betrieb.

Im Laufe der Zeit hat sich unser Dorf vom Bauernweiler zu einer Dorfgemeinschaft gewandelt, in welcher die Gewerbetreibenden und Angestellten verschiedener Berufsgruppen überwiegen. 22 Landwirte (6 im Nebenerwerb) sind der Scholle treu geblieben. In den alteingesessenen Gewerbebetrieben und dem einzigen für unsere Talschaft bedeutenden Industriebetrieb, den Kraftwerken Oberhasli AG, finden indessen viele in der Landwirtschaft Tätige eine willkommene Nebenbeschäftigung.

In den letzten Jahrzenten hat der rege Durchgangsverkehr im Sommer auch dem Tourismus einigen Aufschwung gebracht. Unsere 10 Beherbergungs- und Verpflegungsbetriebe, mit einem Angebot von 168 Betten, haben einen guten Ruf. Immer grössere Bedeutung kommt den Übernachtungen auf den vier gut eingerichteten Campingplätzen zu.

Das Oberhasli erfreut sich eines ungewöhnlichen Wasserreichtums. Zur Nutzung diese Energiequelle wurden am 20. Juni 1925 die Kraftwerke Oberhasli AG mit Sitz in Innertkirchen gegründet. Die KWO zählen zu den bedeutendsten und leistungsfähigsten Hochdruckanlagen unseres Landes und Europas.

Gleichmässig verteilt auf Sommer- und Wintermonaten beläuft sich die jährlich erzeugte Energiemenge auf ca. 1'500 Mio. Kwh. Aufgeteilt in Verwaltung, Zentralen- und Werkstattpersonal werden im ganzen Wassereinzugsgebiet ganzjährig ca. 220 Personen beschäftigt, die sich von Gadmen über Guttannen bis hinunter nach Brienz rekrutieren.